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	<description>Paarcoaching für Eltern kleiner Kinder in München</description>
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		<title>Seid ihr den ewigen Streit um die Hausarbeit leid?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[schuller]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 May 2026 10:22:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hausarbeit ist in jeder Beziehung ein Thema und wenn Kinder da sind, potenziert sich das ganze noch. Es kommt mehr Arbeit dazu, mehr Wäsche, mehr Geschirr, mehr Unordnung und gleichzeitig hat man weniger Zeit, die ganze Arbeit zu erledigen, weil man sich ja noch um die Kinder kümmert. Und was dieses Thema angeht, hat bestimmt <a href="https://paarzeit.jetzt/2026/05/27/seid-ihr-den-ewigen-streit-um-die-hausarbeit-leid/" class="read-more inline">Read More</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Hausarbeit ist in jeder Beziehung ein Thema und wenn Kinder da sind, potenziert sich das ganze noch. Es kommt <a href="https://www.kkh.de/presse/pressemeldungen/eltern-unter-strom--wenn-der-alltag-an-der-seele-nagt">mehr Arbeit dazu</a>, mehr Wäsche, mehr Geschirr, mehr Unordnung und gleichzeitig hat man weniger Zeit, die ganze Arbeit zu erledigen, weil man sich ja noch um die Kinder kümmert.</p>
<p>Und was dieses Thema angeht, hat bestimmt jeder von euch seine eigenen Gedanken dazu. Vielleicht fühlt ihr euch von eurem Partner zu wenig unterstützt und habt das Gefühl, die Organisation des Familienalltags alleine zu schmeißen. Oder es nervt euch, dass ihr immer an alles denken müsst: Von den Impfterminen der Kinder bis hin zu den Bücherei-Terminen im Kindergarten. Vielleicht arbeitet einer von euch die ganze Woche ganztags im Büro und ärgert sich, dass der andere es in dieser Zeit nicht schafft, den Haushalt in Schuss zu halten. Oder ihr arbeitet beide außer Haus und habt eigentlich abgemacht, die Familienarbeit gerecht aufzuteilen. Aber irgendwie habt ihr das Gefühl, dass einer von euch immer mehr macht.</p>
<h5>Gemeinsam einen Haushalt zu managen ist ganz schön komplex</h5>
<p>Erstmal gibt es so viele Punkte, zu denen man unterschiedlicher Meinung sein kann: Müssen jeden Morgen die Betten gemacht werden? Wann ist es Zeit, das Waschbecken zu putzen? Kann unsere Kleinste den Body nicht drei Tage lang anlassen?</p>
<p>Und es gibt so viele Aufgaben, die verteilt werden müssen: Wer hat die Arzttermine der Kinder im Blick? Wer bringt die Kinder ins Bett? Wer geht einkaufen? Wer kümmert sich um die Wochenendgestaltung, wer um die Finanzen, wer darum, dass die Autoreifen gewechselt werden?</p>
<p>Und dann seid ihr ja auch noch zwei Individuen, denen ganz unterschiedliche Werte und Gewohnheiten von zuhause mitgegeben wurden. Sehr wahrscheinlich hat jeder von euch eine andere Vorstellung von Ordnung und Sauberkeit. Oder einer möchte bestimmte Tätigkeiten – zum Beispiel die Küche aufräumen – schnell erledigt haben, während der andere nach dem Essen lieber noch ein bisschen gemütlich zusammensitzen möchte.</p>
<h5>Es wird immer wieder zu Konflikten kommen – entscheidend ist, wie ihr damit umgeht</h5>
<p>Das Thema Familienmanagement ist wahnsinnig komplex und läuft nicht nebenbei, sondern braucht eure Aufmerksamkeit, auch wenn ihr euch manchmal denkt: „Das ist doch kein Stoff für ein Drama. Viel zu banal, dass wir uns darüber streiten.&#8220; Die Organisation eures Familienalltags erfordert, dass ihr euch hinsetzt und darüber sprecht, wie ihr bestimmte Dinge regeln wollt, damit es für euch beide passt. Und zwar immer wieder – denn ihr könnt davon ausgehen, dass ihr das auch regelmäßig anpassen müsst.</p>
<p>Und wenn ihr euch zusammensetzt, vermeidet Vorwürfe und Beschimpfungen. Ich kenne das sehr gut: Wenn man sich nicht mehr wohl fühlt und das Gefühl hat, mehr zu machen als der andere, dann ist einer der ersten Impulse, den Frust am anderen auszulassen – gerne noch schön verallgemeinernd: „Immer wenn du kochst, sieht die Küche hinterher wie ein Schlachtfeld aus&#8220; oder „Warum muss ich immer die Geschenke für die Kindergeburtstage besorgen?&#8220;</p>
<p>Vorwürfe haben aber meist zur Folge, dass unser Gegenüber sich angegriffen fühlt und dann eine von zwei Strategien wählt: sich zurückziehen oder zurückfeuern. Beides führt dazu, dass ihr euch in einem Strudel aus gegenseitigen Vorwürfen wiederfindet – und keinen Schritt weiterkommt.</p>
<h5>Vorwürfe in Wünsche verwandeln</h5>
<p>Eine ganz andere Dynamik entsteht, wenn wir stattdessen über uns sprechen. Und wenn wir uns bewusst machen, dass hinter jedem Vorwurf eigentlich ein Wunsch steckt.</p>
<p>Meistens machen wir Vorwürfe, weil es uns so schwer fällt, eine Bitte oder ein Bedürfnis zu äußern. Wenn wir das tun, zeigen wir ja etwas von uns – und das machen wir gar nicht so gern. Oft sind wir uns auch gar nicht wirklich im Klaren darüber, was wir eigentlich wollen. Oder wir glauben, dass wir es nicht wollen dürfen – etwa weil der Partner Vollzeit arbeitet und wir das Gefühl haben, im Gegenzug für das gesamte Familienmanagement zuständig zu sein.</p>
<p>Wenn ihr euch das nächste Mal über das Chaos zuhause ärgert, fragt euch vielleicht erstmal: Was fühle ich gerade in dieser Situation? Wo fühle ich mich ungerecht behandelt? Warum? Also zum Beispiel: „Ich fühl mich einfach nicht wohl, wenn ich morgens in eine unaufgeräumte Küche komme&#8220; oder „Ich bin überfordert und habe das Gefühl, dass alles an mir hängen bleibt.&#8220;</p>
<p>Und dann könnt ihr überlegen, welche Unterstützung ihr euch wünscht: „Ich fände es sehr entlastend, wenn du dir auch mal überlegst, was wir in der kommenden Woche kochen könnten.&#8220;</p>
<p>Wenn ihr euch so öffnet, gebt ihr dem anderen die Chance, sich einzufühlen. Er oder sie hat die Möglichkeit zu verstehen, was euch stört und was ihr braucht und damit einen Weg zu suchen, wie er euch unterstützen kann.</p>
<h5>Wenn wir uns überlastet fühlen, übersehen wir schnell, was der andere leistet</h5>
<p>Wenn ihr das Gefühl habt, alles losgeworden zu sein, was euch wichtig war, dann hört auch wirklich zu, was euer Partner dazu zu sagen hat. Das kann manchmal einen ganz überraschenden Effekt haben – weil wir manchmal so darauf fokussiert sind, was wir alles leisten, dass wir einiges von dem übersehen, was der andere tut.</p>
<p>Wie oft ihr euch zusammensetzt, um die Organisation des Familienalltags zu besprechen, findet ihr am besten selbst heraus. Vielleicht alle zwei Monate, oder immer dann, wenn es sich für einen von euch nicht mehr gut anfühlt. Diese Fragen können euch dabei leiten:</p>
<ul style="line-height: 1.9;">
<li>Was bringt jeder von euch gerade ein?</li>
<li>Ist die Aufteilung für euch in Ordnung oder möchtet ihr etwas verändern?</li>
<li>Gibt es eine Aufgabe, die ihr unbedingt loswerden möchtet? Vielleicht stellt ihr fest, dass es dem anderen gar nicht so viel ausmacht, sie zu übernehmen.</li>
<li>Wollt ihr einzelne Aufgaben zur Probe mal tauschen? Es kann ganz interessant sein, selbst zu spüren, was der andere damit leistet.</li>
</ul>
<p>Versucht euch in diesen Gesprächen als Team zu sehen, das regelmäßig eine Bestandsaufnahme macht: Was sind eure jeweiligen Stärken und Vorlieben? Wie sehen eure Zeitkapazitäten gerade aus? Vielleicht ist einer morgens schneller wach und kümmert sich ums Frühstück, während der andere noch durch die Wohnung schlurft und erst einen Kaffee braucht – dafür aber abends noch die Energie hat, die Spülmaschine einzuräumen und den Müll runterzubringen.</p>
<h5>Fragt euch: Wie können wir für unsere Entlastung sorgen?</h5>
<ul style="line-height: 1.9;">
<li>Wollt ihr Aufgaben abgeben? Eine Unterstützung fürs Putzen holen? Euch mit befreundeten Eltern beim Abholen der Kinder abwechseln?</li>
<li>Überprüft eure Aufgaben: Ist es wirklich sinnvoll, alles so zu tun wie bisher? Müssen die Fenster alle zwei Monate geputzt werden? Ist es notwendig, jeden Morgen Figuren aus dem Pausenbrot auszustechen – oder genießt ihr diese Zeit lieber mit den Kindern?</li>
<li>Ermöglicht euch gegenseitig Auszeiten: Hat jeder von euch Zeiträume, in denen er sich regenerieren kann? Etwas tun kann, das ihm wieder Energie gibt?</li>
</ul>
<h5>Es geht nicht darum, alles fifty-fifty aufzuteilen</h5>
<p>Ich denke, bei diesen Gesprächen geht es nicht darum, alles haargenau aufzuteilen. Der eigentliche Gewinn liegt darin, dass jeder von euch wahrnimmt, was der andere leistet und dass es sich nach dem Gespräch für beide wieder gut anfühlt.</p>
<p>Auf dieser Grundlage könnt ihr die Arbeit des anderen vielleicht wieder bewusst wertschätzen und das auch offen aussprechen. Im Alltag läuft so vieles nebenher, und wir nehmen zu viele Dinge, die der andere tut, schon als selbstverständlich wahr. Dabei weiß jeder von uns, wie gut es sich anfühlt, wenn man für seine Arbeit ein „Danke&#8220; bekommt.</p>
<p>Und wenn ihr merkt, dass der andere anfängt zu meckern, frustriert oder gestresst erscheint, könnt ihr das vielleicht als Zeichen deuten, dass er Unterstützung braucht. Baut ihm eine Brücke und fragt, ob ihr etwas abnehmen könnt. Wer sich regelmäßig erkundigt, wie es dem anderen mit seinen Aufgaben geht, kann Frust manchmal sogar vorbeugen.</p>
<hr style="border: none; border-top: 0.5px solid #D8CBBE; margin: 40px 0 32px;" />
<p>Wenn ihr merkt, dass das Thema Hausarbeit bei euch immer wieder zum Streit wird und ihr das Gefühl habt, im Kreis zu drehen, dann lohnt es sich, das gemeinsam anzugehen.</p>
<p>Ich begleite euch dabei. Das erste Gespräch ist unverbindlich und kostenlos.</p>
<p><a style="display: inline-block; background: #2F352F; color: #ffffff; padding: 12px 24px; border-radius: 6px; text-decoration: none; font-size: 15px;" href="https://calendly.com/schullerstefanie/kennenlerngesprach">Erstgespräch buchen</a></p>
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		<title>Aber wenn ich doch Recht habe</title>
		<link>https://paarzeit.jetzt/2020/03/07/aber-wenn-ich-doch-recht-habe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[schuller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Mar 2020 08:28:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Diesen Beitrag als Podcast hören. Rechthaben in der Beziehung: Warum es in Partnerschaften mit kleinen Kindern so oft zu Konflikten kommt Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich bin mir relativ häufig sicher, dass ich mit bestimmten Dingen einfach recht habe. Heute war es wieder so:Beim Frühstück mit den Kindern ging es darum, <a href="https://paarzeit.jetzt/2020/03/07/aber-wenn-ich-doch-recht-habe/" class="read-more inline">Read More</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Diesen <a href="https://paarzeit.stefanie-schuller.de/podcast/aber-wenn-ich-doch-recht-habe/">Beitrag als Podcast hören</a>.</p>
<h2 data-section-id="3kqb6x" data-start="368" data-end="474">Rechthaben in der Beziehung: Warum es in Partnerschaften mit kleinen Kindern so oft zu Konflikten kommt</h2>
<p data-start="476" data-end="600">Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich bin mir relativ häufig sicher, dass ich mit bestimmten Dingen einfach recht habe.</p>
<p data-start="602" data-end="1036">Heute war es wieder so:<br data-start="625" data-end="628" />Beim Frühstück mit den Kindern ging es darum, dass sie unbedingt eine Mütze aufsetzen sollten, weil sie sonst Ohrenschmerzen bekommen könnten. Später am Telefon habe ich versucht zu erklären, dass man sich auch mit fleischloser Ernährung gesund und ausgewogen ernähren kann. Und dann wäre da noch mein Partner, der endlich verstehen könnte, dass mein „Ordnungssystem“ in der Wohnung durchaus seine Logik hat.</p>
<p data-start="1038" data-end="1144">Kommt euch das bekannt vor?<br data-start="1065" data-end="1068" />Gerade in Familien mit kleinen Kindern entstehen solche Situationen ständig.</p>
<hr data-start="1146" data-end="1149" />
<h2 data-section-id="zvx3gk" data-start="1151" data-end="1208">Warum es in Partnerschaften oft ums „Recht haben“ geht</h2>
<p data-start="1210" data-end="1467">In meiner Arbeit im Paarcoaching erlebe ich sehr häufig, dass Paare mir unbewusst die Rolle des Schiedsrichters geben wollen.<br data-start="1335" data-end="1338" />Jede Seite möchte mich davon überzeugen, dass die eigene Sicht der Dinge die „richtige“ ist – und dass der andere im Unrecht ist.</p>
<p data-start="1469" data-end="1573">Doch genau hier beginnt das Problem:<br data-start="1505" data-end="1508" /><strong data-start="1508" data-end="1573">Rechthaben in der Beziehung wird schnell zu einem Machtkampf.</strong></p>
<hr data-start="1575" data-end="1578" />
<h2 data-section-id="1uormmi" data-start="1580" data-end="1645">Rechthaben in der Beziehung kann schnell zum Machtkampf werden</h2>
<p data-start="1647" data-end="1810">Recht haben zu wollen ist zutiefst menschlich. Es kann sich sogar gut anfühlen.<br data-start="1726" data-end="1729" />Es gibt uns Sicherheit, Kontrolle und manchmal auch ein Gefühl von Überlegenheit.</p>
<p data-start="1812" data-end="1958">Wenn der andere unserer Meinung folgt, fühlt es sich an, als hätten wir „gewonnen“. Und ganz ehrlich: Das kann kurzfristig auch befriedigend sein.</p>
<p data-start="1960" data-end="2100">Doch wenn es in einer Partnerschaft – besonders im Familienalltag mit Kindern – dauerhaft darum geht, wer recht hat, entsteht etwas anderes:</p>
<ul data-start="2102" data-end="2246">
<li data-section-id="uuqge3" data-start="2102" data-end="2132">Streit eskaliert schneller</li>
<li data-section-id="qxqpi6" data-start="2133" data-end="2168">Kommunikation wird verletzender</li>
<li data-section-id="1swtr6y" data-start="2169" data-end="2191">Nähe geht verloren</li>
<li data-section-id="1ai1vxj" data-start="2192" data-end="2246">Es entsteht ein Gefühl von „Gewinnen oder Verlieren“</li>
</ul>
<hr data-start="2248" data-end="2251" />
<h2 data-section-id="17c39t3" data-start="2253" data-end="2297">Die Rechthaber-Falle in der Partnerschaft</h2>
<p data-start="2299" data-end="2503">Wenn ihr merkt, dass sich eure Konflikte immer wieder im Kreis drehen und es vor allem darum geht, wer recht hat, seid ihr möglicherweise in der sogenannten <strong data-start="2456" data-end="2493">Rechthaber-Falle in der Beziehung</strong> gelandet.</p>
<p data-start="2505" data-end="2524">Typische Anzeichen:</p>
<ul data-start="2525" data-end="2694">
<li data-section-id="tdws81" data-start="2525" data-end="2558">Gespräche enden oft im Streit</li>
<li data-section-id="7l5om5" data-start="2559" data-end="2602">Beide wollen überzeugen statt verstehen</li>
<li data-section-id="p4l9x2" data-start="2603" data-end="2649">Es geht mehr um Prinzipien als um Lösungen</li>
<li data-section-id="cj17b9" data-start="2650" data-end="2694">Einer oder beide fühlen sich nicht gesehen</li>
</ul>
<hr data-start="2696" data-end="2699" />
<h2 data-section-id="1xqk4ip" data-start="2701" data-end="2756">Was passiert, wenn wir unbedingt recht haben wollen?</h2>
<p data-start="2758" data-end="2807">In solchen Momenten passiert vieles gleichzeitig:</p>
<ul data-start="2809" data-end="3022">
<li data-section-id="1sd3c5n" data-start="2809" data-end="2872">Wir investieren viel negative Energie in unseren Standpunkt</li>
<li data-section-id="zv8v42" data-start="2873" data-end="2917">Stress und emotionale Anspannung steigen</li>
<li data-section-id="1sv2o77" data-start="2918" data-end="2966">Unser Blick wird eng und starr (Tunnelblick)</li>
<li data-section-id="ce0ex" data-start="2967" data-end="3022">Wir wollen „nicht nachgeben“, um nicht zu verlieren</li>
</ul>
<p data-start="3024" data-end="3171">Dabei passiert etwas Entscheidendes:<br data-start="3060" data-end="3063" />Wir nehmen die Wahrnehmung unseres Partners oder unserer Partnerin weniger ernst oder blenden sie sogar aus.</p>
<p data-start="3173" data-end="3286">Damit verlassen wir die Ebene von Gleichwertigkeit – und genau das macht Konflikte in der Beziehung so schwierig.</p>
<hr data-start="3288" data-end="3291" />
<h2 data-section-id="hnttmu" data-start="3293" data-end="3349">Jede Beziehung lebt in einer „doppelten Wirklichkeit“</h2>
<p data-start="3351" data-end="3448">Ein wichtiger Gedanke in der Paartherapie ist:<br data-start="3397" data-end="3400" /><strong data-start="3400" data-end="3448">Jeder Mensch nimmt die Realität anders wahr.</strong></p>
<p data-start="3450" data-end="3492">Unsere Wahrnehmung wird beeinflusst durch:</p>
<ul data-start="3493" data-end="3612">
<li data-section-id="nbut7d" data-start="3493" data-end="3525">Erfahrungen aus der Kindheit</li>
<li data-section-id="zicd5r" data-start="3526" data-end="3551">Erziehung und Prägung</li>
<li data-section-id="1styas5" data-start="3552" data-end="3579">Werte und Überzeugungen</li>
<li data-section-id="826qcz" data-start="3580" data-end="3612">aktuelle emotionale Zustände</li>
</ul>
<p data-start="3614" data-end="3686">Das bedeutet:<br data-start="3627" data-end="3630" />Wir sehen Situationen nicht objektiv, sondern gefiltert.</p>
<p data-start="3688" data-end="3821">Deshalb kann es sein, dass zwei Menschen dieselbe Situation völlig unterschiedlich erleben – und beide aus ihrer Sicht „recht“ haben.</p>
<p data-start="3823" data-end="3992">In einer Familie bedeutet das ganz praktisch:<br data-start="3868" data-end="3871" />Es gibt nicht nur eine richtige Art, die Spülmaschine einzuräumen, die Kinder anzuziehen oder den Alltag zu organisieren.</p>
<hr data-start="3994" data-end="3997" />
<h2 data-section-id="z9ilei" data-start="3999" data-end="4052">Warum Rechthaben in der Partnerschaft selten hilft</h2>
<p data-start="4054" data-end="4162">Der Paartherapeut Michael Lucas Möller beschreibt, dass jedes Paar in einer <strong data-start="4130" data-end="4156">doppelten Wirklichkeit</strong> lebt.</p>
<p data-start="4164" data-end="4244">Und genau deshalb führt Rechthaben so oft nicht zu Lösungen, sondern zu Distanz.</p>
<p data-start="4246" data-end="4290">Denn wenn es nur darum geht, recht zu haben:</p>
<ul data-start="4291" data-end="4435">
<li data-section-id="1l5a07i" data-start="4291" data-end="4333">wird weniger gefragt und mehr bewertet</li>
<li data-section-id="7u0k53" data-start="4334" data-end="4383">wird weniger verstanden und mehr argumentiert</li>
<li data-section-id="1wxa4me" data-start="4384" data-end="4435">entsteht weniger Verbindung und mehr Abgrenzung</li>
</ul>
<hr data-start="4437" data-end="4440" />
<h2 data-section-id="12dnyqq" data-start="4442" data-end="4487">Was stattdessen in der Partnerschaft hilft</h2>
<p data-start="4489" data-end="4667">Es geht nicht darum, nie wieder zu streiten – im Gegenteil.<br data-start="4548" data-end="4551" />Gerade Eltern mit kleinen Kindern brauchen Konflikte, um sich abzugrenzen und eigene Bedürfnisse sichtbar zu machen.</p>
<p data-start="4669" data-end="4706">Wichtiger als Rechthaben ist deshalb:</p>
<ul data-start="4708" data-end="4884">
<li data-section-id="1smsy1q" data-start="4708" data-end="4748">Verstehen, warum der andere so denkt</li>
<li data-section-id="t1llbq" data-start="4749" data-end="4796">Über Bedürfnisse sprechen statt über Schuld</li>
<li data-section-id="1xheu8e" data-start="4797" data-end="4830">Unterschiede aushalten können</li>
<li data-section-id="eqse0s" data-start="4831" data-end="4884">Die eigene Sicht nicht als einzige Wahrheit sehen</li>
</ul>
<p data-start="4886" data-end="4946">Die entscheidenden Fragen sind nicht:<br data-start="4923" data-end="4926" /><strong data-start="4926" data-end="4946">„Wer hat recht?“</strong></p>
<p data-start="4948" data-end="4956">Sondern:</p>
<ul data-start="4957" data-end="5092">
<li data-section-id="50bgat" data-start="4957" data-end="4989">„Was ist dir dabei wichtig?“</li>
<li data-section-id="16trol5" data-start="4990" data-end="5019">„Was brauchst du gerade?“</li>
<li data-section-id="1qfi2qr" data-start="5020" data-end="5092">„Wie können wir eine Lösung finden, die für uns beide funktioniert?“</li>
</ul>
<hr data-start="5094" data-end="5097" />
<h2 data-section-id="eo4ubh" data-start="5099" data-end="5148">Fazit: Rechthaben macht keine Beziehung besser</h2>
<p data-start="5150" data-end="5335">Rechthaben in der Beziehung bringt selten Nähe – aber oft Distanz.<br data-start="5216" data-end="5219" />Gerade im Alltag mit Kindern, Stress und wenig Zeit lohnt es sich, aus dem „Gewinnen-Verlieren-Denken“ auszusteigen.</p>
<p data-start="5337" data-end="5471">Denn echte Verbindung entsteht nicht dadurch, dass einer recht hat –<br data-start="5405" data-end="5408" />sondern dadurch, dass beide sich gesehen und verstanden fühlen.</p>
<hr style="border: none; border-top: 0.5px solid #D8CBBE; margin: 40px 0 32px;" />
<p>Wenn ihr merkt, dass ihr immer wieder darüber streitet, wer recht hat — ihr seid damit nicht allein. Das ist eines der häufigsten Muster, die ich im Paarcoaching erlebe. Wichtig ist, was ihr dann tut.</p>
<p>Ich begleite euch dabei. Das erste Gespräch ist unverbindlich und kostenlos.</p>
<p><a style="display: inline-block; background: #2F352F; color: #ffffff; padding: 12px 24px; border-radius: 6px; text-decoration: none; font-size: 15px;" href="https://calendly.com/schullerstefanie/kennenlerngesprach">Erstgespräch buchen</a></p>
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		<title>Wie deine Gedanken deine Konflikte beeinflussen</title>
		<link>https://paarzeit.jetzt/2020/02/18/6623/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[schuller]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Feb 2020 16:51:46 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Diesen Beitrag als Podcast hören. &#8222;Ein Mann will ein Bild aufhängen. Den Nagel hat er, nicht aber den Hammer. Der Nachbar hat einen. Also beschließt unser Mann, hinüberzugehen und ihn auszuborgen. Doch da kommt ihm ein Zweifel: Was, wenn der Nachbar mir den Hammer nicht leihen will? Gestern schon grüßte er mich nur so flüchtig. <a href="https://paarzeit.jetzt/2020/02/18/6623/" class="read-more inline">Read More</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://paarzeit.jetzt/2020/02/18/6623/">Wie deine Gedanken deine Konflikte beeinflussen</a> erschien zuerst auf <a href="https://paarzeit.jetzt"></a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Diesen <a href="https://paarzeit.stefanie-schuller.de/podcast/wie-deine-gedanken-deine-konflikte-beeinflussen/">Beitrag als Podcast hören</a>.</p>
<p><em>&#8222;Ein Mann will ein Bild aufhängen. Den Nagel hat er, nicht aber den Hammer. Der Nachbar hat einen. Also beschließt unser Mann, hinüberzugehen und ihn auszuborgen. Doch da kommt ihm ein Zweifel: Was, wenn der Nachbar mir den Hammer nicht leihen will? Gestern schon grüßte er mich nur so flüchtig. Vielleicht war er in Eile? Vielleicht hat er die Eile nur vorgeschützt, und er hat was gegen mich. Und was? Ich habe ihm nichts getan; der bildet sich da etwas ein. Wenn jemand von mir ein Werkzeug borgen wollte, ich gäbe es ihm sofort. Und warum er nicht? Wie kann man einem Mitmenschen einen so einfachen Gefallen abschlagen? Leute wie dieser Kerl vergiften einem das Leben. Und dann bildet er sich noch ein, ich sei auf ihn angewiesen. Bloß weil er einen Hammer hat. Jetzt reicht´s mir wirklich. &#8211; Und so stürmt er hinüber, läutet, der Nachbar öffnet, doch bevor er &#8222;Guten Tag&#8220; sagen kann, schreit ihn unser Mann an: &#8222;Behalten Sie Ihren Hammer“.</em></p>
<p>Diese Geschichte ist aus <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Anleitung_zum_Unglücklichsein#Die_Geschichte_mit_dem_Hammer"><strong>Paul Watzlawicks Buch „Anleitung zum Unglücklichsein“</strong> </a>und zeigt, weil wie sehr unsere Gedanken unsere Gefühle, Handlungen und unser Verhalten im Konflikt beeinflussen können.</p>
<p><span id="more-6623"></span></p>
<h4>Vielleicht kennst du ja Situationen wie diese aus deinem Alltag:</h4>
<p>Du hast dich heute schon den ganzen Tag auf dein abendliches Squash-Training gefreut. Um viertel vor sechs musst du los, damit du pünktlich da bist. Die Kinder spielen gerade friedlich in ihrem Zimmer, und du wartest auf Deinen Partner, der dich ablöst. Es wird zwanzig vor sechs, zehn vor sechs und noch ist keine Ablöse in Sicht. Langsam kommen Dir Gedanken wie: „Immer denkt er nur an sich, seine Arbeit und sein Vorankommen. Dabei weiß er ganz genau, wie wichtig mir dieses Training ist. Aber meine Bedürfnisse sind ihm vollkommen egal.“  oder „Wenn ich daran schuld wäre, dass er zu spät in sein Training kommt, dann dürfte ich mir aber was anhören“.<span class="Apple-converted-space">  </span>Als du fünf vor sechs die Schlüssel in der Tür hörst, gehst Du auf dein Gegenüber los: „Du Scheiß-Egoist, immer denkst Du nur an dich!“, schnappst dein Rad verschwindest stinksauer zum Sport.</p>
<p>In solchen Situationen  generalisieren wir („Immer denkt er nur an sich“) oder interpretieren ( „Meine Bedürfnisse sind ihm vollkommen egal!“). Dass es die letzten Wochen immer gut geklappt hat und du rechtzeitig zum Sport gekommen bist, blendest Du in diesem Moment aus. Und auch, dass Du durchaus auch mal zu spät zur Ablöse kamst.</p>
<p><b>Oder ein anderes Beispiel:</b></p>
<p>Deine Partnerin geht einmal pro Woche zur Bandprobe, immer Montags um 19 Uhr. Heute ist wieder Montag und kurz bevor sich deine Partnerin verabschiedet, ist zu Hause ist die Hölle los.<span class="Apple-converted-space">  D</span>ie Kinder sind total aufgedreht, spielen mit dem Essen und du bist bereits jetzt am Ende deiner Kräfte. Das scheint deine Partnerin nicht zu merken. Sie geht wie üblich um halb sieben aus dem Haus. Den ganzen Abend kreisen deine Gedanken darum, wie illoyal sich deine Partnerin verhält. „Immer muss sie ihren Stiefel durchziehen, auch wenn sie genau merkt, dass es superstressig für mich wird.“ &#8211; „Ihre Selbstverwirklichung kommt vor ihrer Familie, immer lässt sie mich allein“ &#8211; „Ich und die Kinder sind ihr völlig egal.“ &#8211; Vielleicht hat sie ja sogar schon einen anderen.“ Als sie nach Hause kommt, und sich mit einem Glas Wein zu dir setzen will, bist du einfach nur voll genervt und verschwindest Schimpfworte murmelnd allein ins Bett.</p>
<p>Gedanken wie: „Es wird jetzt stressig für mich, aber es ist wichtig, dass sie zur Probe geht, weil sie danach wieder total ausgeglichen und mit neuer Kraft für uns da ist“ oder „Es wird stressig und sie traut mir zu, dass ich das alleine schaffe“ hätten dem Abend eine ganz andere Richtung gegeben.</p>
<h4>Unsere Gedanken prägen unsere Wahrheit</h4>
<p>Wir glauben oft, dass die Dinge so wie wir sie wahrnehmen, die Wahrheit sind &#8211; in<span class="Apple-converted-space">  </span>Wirklichkeit sind sie oft aber unsere subjektive Interpretation der Dinge. Durch unsere Gedanken und die Art, wie wir wahrnehmen, verzerren wir die Realität. Denn unsere Beobachtungen sind sehr stark durch unsere Vorerfahrungen geprägt. Wir generalisieren, wir interpretieren, wir filtern oder blenden aus und haben bestimmte Glaubenssätze, die unsere Beobachtungen prägen. Und oft sind unsere Gedanken auch durch unsere momentane Stimmung geprägt. Wenn wir gestresst sind, neigen wir eher zu Gedanken, die noch mehr schlechte Gefühle in uns auslösen. Brisant wird es auch, wenn wir glauben wir ganz genau zu wissen, was unser Partner mit seinem Verhalten bezwecken will, weil das ja eh „typisch“ für ihn ist.</p>
<p>In solchen Momenten vermischt sich eine hochexplosive Mischung an Gedanken in unserem Kopf und unsere Gegenüber bekommt dann das Ergebnis zu hören, die häufig auch bei ihm, eine destruktive Reaktion auslöst.</p>
<h4>Was kannst du dagegen tun?</h4>
<p>Versuche in oder wenn du es in diesem Moment nicht schaffst, auch nach solchen Situationen erst einmal ohne Bewertungen und Interpretationen wahrzunehmen, was ist bzw. war. Mir hilft dabei immer, darüber nachzudenken, was ein Unbeteiligter, der von oben auf die Situation blickt, sehen würde.</p>
<p>Und dann lass  keinen Vorwurf folgen, sondern sprich über dich, also wie es dir in diesem Moment ging, etwa: &#8222;Gestern Abend hat es mich wahnsinnig gestresst, als du weggegangen bist und ich mit den tobenden Kindern alleine war. Ich habe mich alleine gefühlt und mir deine Unterstützung gewünscht.&#8220;</p>
<p>Über Dich und deine Gedanken zu sprechen, hilft dir, dich zu sortieren. Und gleichzeitig kannst du deine Partnerin an deiner Wahrnehmung teilhaben und sie mitfühlen lassen; indem du dich öffnest, gibst du ihr den Rahmen, auch sich selbst zu öffnen und vielleicht sagt sie: „Danke, dass du mir das gestern ermöglichst hast. Für mich ist dieser Termin so wichtig, um wieder Kraft für unsere Familie schöpfen zu können.“ Ein derart offener Austausch, wird eure Vertrauensbasis immer wieder aufs Neue stärken.</p>
<p>Setzt euch regelmäßig zusammen und sprecht über eure Gedanken statt sie ein Eigenleben in eurem Kopf führen zu lassen. Gleicht eure Wahrnehmung in konflikthaften Situationen immer wieder ab und findet eine gemeinsame Wahrheit.</p>
<hr style="border: none; border-top: 0.5px solid #D8CBBE; margin: 40px 0 32px;" />
<p>Wenn ihr merkt, dass sich solche Gedankenkarussells bei euch immer wieder drehen und Gespräche eskalieren, bevor sie überhaupt begonnen haben — ihr seid damit nicht allein. Das ist etwas, woran man gemeinsam arbeiten kann.</p>
<p>Ich begleite euch dabei. Das erste Gespräch ist unverbindlich und kostenlos.</p>
<p><a style="display: inline-block; background: #2F352F; color: #ffffff; padding: 12px 24px; border-radius: 6px; text-decoration: none; font-size: 15px;" href="https://calendly.com/schullerstefanie/kennenlerngesprach">Erstgespräch buchen</a></p>
<p><em><strong>Photo</strong> by <strong>XVIIIZZ on Unsplash</strong></em></p>
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		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">6623</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Mit diesen vier Verhaltensweisen ruiniert ihr eure Beziehung &#8211; Die vier apokalyptischen Reiter</title>
		<link>https://paarzeit.jetzt/2020/01/03/die-vier-apokalyptischen-reiter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[schuller]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jan 2020 16:27:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.paarzeit.jetzt/?p=6578</guid>

					<description><![CDATA[<p>Vielleicht habt ihr schonmal von den vier apokalyptischen Reitern aus der Bibel gehört &#8211; den vier Boten, die den Weltuntergang einleiten. In Anlehnung daran hat ein berühmter Beziehungswissenschafter namens John Gottmann die vier apokalyptischen Reiter in der Partnerschaft identifiziert: vier Kommunikationsfehler, die eine Partnerschaft auf Dauer ruinieren und schließlich zu einer Trennung führen können. Wie hat <a href="https://paarzeit.jetzt/2020/01/03/die-vier-apokalyptischen-reiter/" class="read-more inline">Read More</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Vielleicht habt ihr schonmal von den vier apokalyptischen Reitern aus der Bibel gehört &#8211; den vier Boten, die den Weltuntergang einleiten.</p>
<p>In Anlehnung daran hat ein berühmter Beziehungswissenschafter namens <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/John_Gottman">John Gottmann</a> die vier apokalyptischen Reiter in der Partnerschaft identifiziert: vier Kommunikationsfehler, die eine Partnerschaft auf Dauer ruinieren und schließlich zu einer Trennung führen können.</p>
<p><span id="more-6578"></span></p>
<p>Wie hat er die identifiziert? Er hat gemeinsam mit einem Kollegen, der Mathematiker war, in einem <a href="https://www.gottman.com/love-lab/">Liebeslabor</a> über mehrere Jahre viele hundert Paare beobachtet und dabei regelrecht vermessen. Während die Paare über ihre Beziehung sprachen oder über Themen wie Geld, Kindererziehung oder Sex diskutierten, haben die Wissenschaftler körperliche Reaktionen, wie Blutdruck oder Hautwiderstand, gemessen. Zusätzlich wurden die Paare gefilmt und analysiert. Auf die Zehntelsekunde genau wurde jedes Wort und jeder Gesichtsausdruck codiert. Aus den Ergebnissen haben die Forscher mathematische Formeln entwickelt, die ihnen, wie sie sagen, ermöglichen, die Trennungswahrscheinlichkeit von Paaren vorherzusagen. Wer mehr dazu lesen möchte, dem empfehle ich das Buch <a href="https://www.ullstein-buchverlage.de/nc/buch/details/die-7-geheimnisse-der-gluecklichen-ehe-9783548375458.html">„Die sieben Geheimnisse der glücklichen Ehe“</a> von John Gottmann, in dem er diese Forschungen beschreibt.</p>
<h5>Die vier apokalyptischen Reiter</h5>
<p>Während dieser Studien hat er ausserdem vier besonders destruktive Verhaltensweisen von Paaren beobachtet, die er als die vier Apokalyptischen Reiter bezeichnet, und die, wenn sie sich häufen, mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit zum Scheitern einer Beziehung führen können.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><b>Dazu gehören:</b></p>
<ul>
<li>Kritik</li>
<li>Verteidigung</li>
<li>Verachtung</li>
<li>Mauern</li>
</ul>
<p>Mit diesem Beitrag möchte ich euch gerne für diese vier apokalyptischen Reiter sensibilisieren, denn in Extremsituationen ist es nicht unwahrscheinlich, dass sich einer oder alle vier von ihnen in unsere Kommunikation einschleichen.</p>
<h5>Apokalyptischer Reiter Nr. 1: Kritik</h5>
<p>Der erste apokalyptische Reiter ist die Kritik, und damit ist nicht konstruktive, liebevoll gemeinte Kritik gemeint, die den anderen weiterbringt, sondern generalisierende, abwertende Vorwürfe. Typisch für diese Art von Kritik sind Wörter wie „nie&#8220;, &#8222;immer&#8220;, &#8222;dauernd&#8220;, Du- statt Ich-Botschaften<span class="Apple-converted-space">  </span>oder besonders unfair:<span class="Apple-converted-space">  </span>vernichtende Kritik vor Dritten:</p>
<p style="padding-left: 40px;">„Du hast heute schon wieder vergessen, den Kindern in der Früh die Mütze mitzugeben. Wenn ich das nicht immer kontrolliere, klappt das nie bei Dir!“</p>
<p>oder</p>
<p style="padding-left: 40px;">„Du hast mir schon vor einem halben Jahr versprochen, dass du deine Sachen im Keller aufräumst. Nie hältst Du Dich an deine Versprechen.“</p>
<h5>Apokalyptischer Reiter Nr. 2: Verachtung</h5>
<p>Manchmal reiht sich an die Kritik auch schon gleich der zweite apokalyptische Reiter: Die Verachtung. Durch Verachtung vermittelt der Kritiker dem anderen, ihm überlegen zu sein. Verachtende Reaktionen zeigen sich auch manchmal nonverbal, etwa durch Augenrollen oder abfällige Handbewegungen; durch sarkatische oder zynische Bemerkungen, Spott und Aussagen, die den anderen beleidigen oder verletzen:</p>
<p style="padding-left: 40px;">„Du hast ja schon wieder Gurken statt Zucchini gekauft. Verstehst du den Unterschied nicht? Wie kann man nur so doof sein!“<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p style="padding-left: 40px;">„Immer wenn Du Sarah wickelst, weint sie. Komm lass mich das lieber machen!“</p>
<h5>Apokalyptischer Reiter Nr. 3: Rechtfertigung</h5>
<p>Häufig wird durch diese Kritik beim anderen der dritte apokalyptische Reiter hervorgerufen, die Rechtfertigung.</p>
<p style="padding-left: 40px;">„Ich habe die Mützen heute morgen überall gesucht, keine Ahnung, wo Du sie versteckt hast.“</p>
<p style="padding-left: 40px;">„Ich bin ständig damit beschäftigt, dir deine Sachen zu reparieren, dass ich leider nicht dazu komme, den Keller aufzuräumen.</p>
<p>Typisch ist, dass derjenige, der sich rechtfertigt nicht auf den Vorwurf eingeht, denn er fühlt sich ja im Recht. Dieses Verhalten führt meistens dazu, dass sich der andere nicht verstanden und vielleicht sogar beschuldigt fühlt und weiter schimpft. Und schon seid ihr drin in der Streitspirale.</p>
<h5>Apokalytischer Reiter Nr. 4: Mauern</h5>
<p>Wenn die Spannung zwischen den Partnern schließlich sehr hoch ist, kann es passieren, dass einer durch die Situation so gestresst ist, dass er nicht mehr in der Lage ist, dem anderen zu zeigen, dass er ihm zuhört, z. B. durch Kopfnicken oder Blickkontakt, und statt dessen mauert (der vierte apokalytischen Reiter). Vielleicht holt er sich eine Zeitung und verschwindet demonstrativ in den Nebenraum. Etwa weil er keine Lust hat, immer mit dem gleichen, in seiner Wahrnehmung, nervigen Streitthema konfrontiert zu werden.  Oder weil er sich vor in seiner Wahrnehmung ungerechtfertigten Vorwürfen schützen will. So kann es dazu kommen, dass Paare tage- oder sogar wochenlang nicht mehr miteinander reden.</p>
<p>Vielleicht seid ihr ja dem ein oder anderen apokalyptischen Reiter schonmal begegnet und vielleicht könnt ihr diese in Zukunft erkennen und vermeiden.</p>
<p>Konflikte wird es zwischen Dir und deine*m Partner*in Immer wieder geben &#8211; wichtig ist wie ihr diese austragt. Und das haben wir tatsächlich in der Hand. Wir entscheiden durch unsere Wortwahl und unser Verhalten, ob diese Konflikte sich destruktiv oder konstruktiv auf unsere Beziehung auswirken.</p>
<p>Wollen wir Recht haben und unsere Macht demonstrieren? Wollen wir unsere*n Partner*in fertig machen und zum Schweigen bringen? Oder wollen wir als Paar eine gemeinsame Lösung finden? Aufeinander schauen, und dazu beitragen, dass es uns beiden gut geht in der Beziehung?</p>
<h5>Wie könntet ihr also alternativ handeln?</h5>
<p>Zuerstmal könntet ihr versuchen, generalisierende, beleidigende Kritik und Du-Botschaften zu vermeiden und stattdessen eure Wünsche, Ängste oder Bedürfnisse mitteilen. Das könnte dann z.B. so klingen:</p>
<p style="padding-left: 40px;">&#8222;Ich mache mir einfach Sorgen, dass unsere Kinder wieder eine Ohrenentzündung wie im letzten Jahr bekommen. Ausserdem stresst mich der Gedanke, dass wir dann wieder eine Woche haben, in der wir diskutieren, wer leichter von der Arbeit zuhause bleiben kann.&#8220;</p>
<p>Beobachtet auch mal, ob sich in eure Beziehung schon verachtende Verhaltensweisen, wie Augenrollen oder zynische Bemerkungen eingeschlichen haben. Und falls euch mal eine rausrutscht, entschuldigt euch am Besten schnellstmöglich.</p>
<p>Ihr könntet auch mal versuchen &#8211; und ich weiß, wie schwer da ist &#8211; auf eine Kritik nicht mit Rechtfertigung oder einem Gegenangriff zu reagieren, sondern versuchen, neugierig zu sein, auf das, was der andere euch mitteilen will. Auf das, was ihr oder ihr gemeinsam vielleicht tun könnt, damit es ihm wieder besser geht.</p>
<p>Und wenn ihr das Gefühl habt, dass ihr gerade wahnsinnig unter Strom steht und einfach keine Lust habt, über ein bestimmtes Thema zu sprechen, dann könnt ihr euch natürlich auch eine Auszeit nehmen &#8211; nur nicht über mehrere Tage oder Wochen hinweg. Schaut, dass ihr auch bei unangenehmen Themen mit eurem Partner oder eurer Partnerin in Kontakt bleibt, Interesse zeigt, für das was ihn oder sie diesbezüglich bewegt und eine Lösung zu finden, die für euch beide passt.</p>
<hr style="border: none; border-top: 0.5px solid #D8CBBE; margin: 40px 0 32px;" />
<p>Wenn ihr euch in einem oder mehreren dieser Muster wiedererkannt habt — ihr seid damit nicht allein. Die vier Reiter schleichen sich in fast jede Beziehung ein, irgendwann. Wichtig ist was ihr dann tut.</p>
<p>Ich begleite euch dabei. Das erste Gespräch ist unverbindlich und kostenlos.</p>
<p><a style="display: inline-block; background: #2F352F; color: #ffffff; padding: 12px 24px; border-radius: 6px; text-decoration: none; font-size: 15px;" href="https://calendly.com/schullerstefanie/kennenlerngesprach">Erstgespräch buchen</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>Das Zwiegespräch &#8211; Eine Version für Eltern</title>
		<link>https://paarzeit.jetzt/2019/07/18/zwiegespraech-elternversion/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[schuller]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jul 2019 08:32:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.paarzeit.jetzt/?p=5057</guid>

					<description><![CDATA[<p>In diesem Beitrag geht es um den meiner Ansicht nach wichtigsten Grund dafür, dass Eltern sich in ihrer Partnerschaft entfremden. Außerdem stelle ich euch eine abgewandelte Version der Methode &#8222;Zwiegespräch&#8220; vor, die euch dabei helfen kann, miteinander vertraut zu bleiben. Manche Paare, die zu mir in die Beratung kommen, stehen kurz vor der Trennung. Und <a href="https://paarzeit.jetzt/2019/07/18/zwiegespraech-elternversion/" class="read-more inline">Read More</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In diesem Beitrag geht es um den meiner Ansicht nach wichtigsten Grund dafür, dass Eltern sich in ihrer Partnerschaft entfremden. Außerdem stelle ich euch eine abgewandelte Version der Methode &#8222;Zwiegespräch&#8220; vor, die euch dabei helfen kann, miteinander vertraut zu bleiben.</strong></p>
<p><span id="more-5057"></span></p>
<p>Manche Paare, die zu mir in die Beratung kommen, stehen kurz vor der Trennung. Und in den meisten Fällen ist es so, dass der eine den anderen mit der Entscheidung sich zu trennen dem Anschein nach vollkommen überrumpelt hat.</p>
<p>Der Gedanke an eine Trennung erscheint plötzlich, aber wenn diese Paare ehrlich zu sich sind, sehen sie, dass es schon längere Zeit eine &#8222;Kluft&#8220; zwischen ihnen gibt. Dass sie auf engstem Raum zusammengelebt haben, ohne zu wissen, was den anderen wirklich bewegt.</p>
<p>Wann habt ihr euch zum letzten Mal richtig unterhalten? Und damit meine ich nicht, wann ihr über Erziehungsfragen diskutiert oder abgesprochen habt, wie ihr die nächste Woche planen wollt.</p>
<p>Sondern darüber, was euch bewegt und was ihr erlebt habt? Wie ihr eure aktuelle Lebenssituation empfindet? Welche Vorstellungen ihr von der Zukunft habt, wovon ihr träumt? Was ihr euch für eure Partnerschaft wünscht?</p>
<p>Wann habt ihr euch das letzte Mal im Gespräch gegenseitig richtig wahrgenommen und euch eure volle Aufmerksamkeit geschenkt?</p>
<p>Wie viel Zeit nehmt ihr euch für ein Gespräch, in dem es wirklich nur um dich oder deinen Partner geht?</p>
<h3>Was passiert, wenn wir uns als Paar nicht mehr wirklich austauschen</h3>
<p>Gerade als Eltern sind wir oft so sehr mit den Kindern, der Organisation des Familienalltags und unseren eigenen Dingen beschäftigt, dass wir uns kaum mehr Zeit für unseren Partner und unsere Partnerschaft nehmen. Wenn wir miteinander sprechen, dann vor allem über praktische Dinge des Alltags: wer das Auto in die Werkstatt bringt oder wer wann wie einen Abend für sich organisieren kann.</p>
<p>In den Hintergrund gerät dagegen das Interesse am Partner, an seinem Erleben, an seinen Gedanken. An all dem, worauf wir zu Beginn der Beziehung so neugierig waren. Ob das daran liegt, dass wir (fälschlicherweise) annehmen, schon alles über unseren Partner zu wissen?</p>
<blockquote>
<h4>Ein Paar, das nicht miteinander spricht, verlernt sich kennen (M. L. Moeller)</h4>
</blockquote>
<p>Nicht selten haben wir feste Annahmen über unseren Partner, die wir nicht mehr hinterfragen. Vielleicht glauben wir, seine Reaktionen vorhersehen zu können. Oder wir interpretieren ineinander hinein, anstatt nachzufragen und genau hinzuhören.</p>
<p>Möglicherweise behalten wir Dinge, die uns beschäftigen, für uns &#8211; aus Zeitgründen oder weil wir annehmen, nicht die notwendige Aufmerksamkeit dafür zu bekommen oder nicht verstanden zu werden. Vielleicht schämen wir uns auch für manche unserer Gedanken und sprechen sie aus Angst vor Ablehnung nicht aus.</p>
<p>Wenn der Austausch &#8222;über uns&#8220; in der Partnerschaft fehlt, verlieren wir schleichend den Zugang zueinander. Und obwohl wir schon lange zusammen sind und glauben, uns in- und auswendig zu kennen, erscheint unser Partner immer schemenhafter.</p>
<p>Je weniger wir unser Empfinden, unsere Gedanken und Bedürfnisse austauschen, desto weniger kann unser Partner darauf eingehen und desto weniger können wir uns miteinander abstimmen.</p>
<p>Wenn wir dann das Gefühl haben, zu kurz zu kommen, passiert es schnell, dass wir mit Frust und Enttäuschung reagieren, statt unseren Partner aufzuklären und in unsere Gedankenwelt mitzunehmen. Und die daraus resultierende schlechte Stimmung sorgt für noch weniger oder destruktive Gespräche.</p>
<h3>Den Kontakt zueinander halten &#8211; Das Zwiegespräch</h3>
<p>Ich empfehle allen Paaren, die zu mir kommen, das von der&nbsp;<a href="http://www.dyalog.de/index.php?id=72" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Paartherapeutin Celia Fatia und Michael Lukas Moeller</a> entwickelte Zwiegespräch. Allerdings in einer abgewandelten Form für Eltern mit kleinen Kindern. Fatia und Moeller schlagen eine Gesprächsdauer von eineinhalb Stunden für das Zwiegespräch vor, was durchaus seine Berechtigung hat. Aber da ich aus eigener Erfahrung weiß, wie schwierig es ist, diese Zeit zu finden, ohne von den Kindern abgelenkt zu werden oder während des Gesprächs einzuschlafen, finde ich einen Zeitraum von 20 Minuten pro Woche in dieser Lebensphase passender.</p>
<h4>Welche Regeln gelten beim Zwiegespräch?</h4>
<ul>
<li>Vereinbart <strong>einen festen Termin pro Woche</strong>, der für euch beide gut passt und den ihr auch wirklich einhalten könnt.</li>
<li>Achtet darauf, dass ihr in dieser Zeit nicht gestört werdet.</li>
<li>Jeder von euch hat <strong>10 Minuten</strong>, um den anderen an seiner Gedankenwelt teilhaben zu lassen.</li>
<li>Nutzt eure Gesprächszeit aus. Wenn euch nichts mehr einfällt, wird einfach geschwiegen.</li>
<li>Sprich nur über dich selbst oder darüber, wie du die Partnerschaft wahrnimmst. Vorwürfe und Du-Botschaften gehören nicht in euer Zwiegespräch.</li>
<li>Bist du als zweiter dran, gehst du nicht darauf ein, was der andere gesagt hat, sondern sprichst ebenfalls nur über dich.</li>
<li>Wenn<a href="https://paarzeit.stefanie-schuller.de/2018/10/19/richtig-zuhoeren/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&nbsp;du zuhörst, höre in dieser Zeit wirklich nur zu und versuche, dich auf die Gedankenwelt des anderen einzulassen</a>. Versuche auch keine Fragen zu stellen, außer, wenn es wirklich deinem Verständnis dient.</li>
<li>Auch wenn es dir schwerfällt: Versuche die Wirklichkeit des anderen anzunehmen. Es ist nicht immer einfach, diese so stehen zu lassen, vor allem, wenn sie stark von deiner eigenen abweicht. Aber sowohl deine als auch die deines Partners oder deiner Partnerin haben ihre Berechtigung.</li>
</ul>
<h4>Welche Wirkung haben Zwiegespräche?</h4>
<p>Im ersten Moment wirkt diese Art sich miteinander zu unterhalten vielleicht künstlich für euch. Ich empfehle euch aber sehr einen Versuch, denn die Gespräche wirken auf vielfältige Weise:</p>
<ul>
<li>Dadurch, dass ihr euch für dieses Gespräch einen festen Termin nehmt, dem ihr vor allem anderen Priorität einräumt, gebt ihr dem Austausch zwischen euch, dem Interesse-Zeigen-am-Anderen und dem Sich-wirklich-zeigen, einen sehr hohen Stellenwert und zeigt damit: meine Beziehung ist mir wichtig.</li>
<li>Wenn wir Gedanken und Bedürfnisse aussprechen, werden Sie uns oft klarer, als wenn wir sie alleine in unserem Kopf vor uns hinjonglieren. Wir kommen dadurch möglicherweise noch näher an unsere Bedürfnisse heran.</li>
<li>Manche Menschen kommen eher schwer mit ihren Gefühlen in Kontakt. Das Zwiegespräch ist eine gute Möglichkeit, in sich hinein zu spüren, diese Gefühle zu erforschen und zu lernen, damit umzugehen.</li>
<li>Je offener wir zueinander sind, je neugieriger aufeinander wir sind, desto mehr werden wir erkennen, wie unterschiedlich wir sind. Und wir werden feststellen, dass die Annahmen, die wir übereinander haben, nicht unbedingt stimmen. Dass ist die Basis dafür, dass wir uns wieder &#8222;abstimmen&#8220; können</li>
<li>Indem wir uns mitteilen, auch mit unseren Ängsten und Schwächen, kommen wir uns näher, denn wir geben unserem Gegenüber die Chance mitzuempfinden.</li>
<li>Dadurch dass in eurem Gespräch auch euer jeweiliges Empfinden der Beziehung zur Sprache kommt, werdet ihr vielleicht auch feststellen, wie jeder von euch mit seinem eigenen Verhalten auch am Verhalten des anderen beteiligt ist.</li>
<li>Wenn wir Zwiegespräche führen, nehmen wir als Paar das Steuer wieder in die Hand. Wir suchen miteinander nach Orientierung im Sturm des Familienalltags und nehmen nicht passiv hin, dass unsere Beziehung auseinander bricht.</li>
</ul>
<p><strong>Literaturtipp:</strong> <a href="https://books.google.de/books/about/Die_Wahrheit_beginnt_zu_zweit.html?id=knhsAgAAQBAJ&amp;printsec=frontcover&amp;source=kp_read_button&amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;q&amp;f=false" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Michael Lukas Moeller: Die Wahrheit beginnt zu zweit. Das Paar im Gespräch.</a></p>
</p>
<hr style="border: none; border-top: 0.5px solid #D8CBBE; margin: 40px 0 32px;" />
Wenn ihr das Gefühl habt, nebeneinander herzuleben und den Zugang zueinander schon eine Weile nicht mehr richtig gespürt habt — dann ist das kein Zeichen, dass etwas kaputt ist. Oft braucht es nur einen Anstoß von außen.</p>
<p>Ich begleite euch dabei. Das erste Gespräch ist unverbindlich und kostenlos.</p>
<p><a style="display: inline-block; background: #2F352F; color: #ffffff; padding: 12px 24px; border-radius: 6px; text-decoration: none; font-size: 15px;" href="https://calendly.com/schullerstefanie/kennenlerngesprach">Erstgespräch buchen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://paarzeit.jetzt/2019/07/18/zwiegespraech-elternversion/">Das Zwiegespräch &#8211; Eine Version für Eltern</a> erschien zuerst auf <a href="https://paarzeit.jetzt"></a>.</p>
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		<item>
		<title>Paarkrise nach der Geburt?</title>
		<link>https://paarzeit.jetzt/2019/07/04/paarkrise-nach-geburt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[schuller]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jul 2019 15:09:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.paarzeit.jetzt/?p=4793</guid>

					<description><![CDATA[<p>Euer langersehnter Nachwuchs ist endlich da. Und eigentlich solltet ihr jetzt überglücklich sein. Doch irgendwie ist alles anders, als Du es Dir vorstellt hast. Und eure Beziehung scheint seit der Geburt auch in einer Krise zu sein. Ständig streitet ihr wegen Kleinigkeiten. Paarkrise nach der Geburt. In diesem Beitrag geht es darum, warum die Veränderungen, die <a href="https://paarzeit.jetzt/2019/07/04/paarkrise-nach-geburt/" class="read-more inline">Read More</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://paarzeit.jetzt/2019/07/04/paarkrise-nach-geburt/">Paarkrise nach der Geburt?</a> erschien zuerst auf <a href="https://paarzeit.jetzt"></a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="pl-4793"  class="panel-layout" ><div id="pg-4793-0"  class="panel-grid panel-no-style" ><div id="pgc-4793-0-0"  class="panel-grid-cell" ><div id="panel-4793-0-0-0" class="so-panel widget widget_sow-editor panel-first-child panel-last-child" data-index="0" ><div
			
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		><h3 class="widget-title">Warum ihr euren Konflikten eine ganz besondere Beachtung schenken solltet</h3>
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	<p>Euer langersehnter Nachwuchs ist endlich da. Und eigentlich solltet ihr jetzt überglücklich sein. Doch irgendwie ist alles anders, als Du es Dir vorstellt hast. Und eure Beziehung scheint seit der Geburt auch in einer Krise zu sein. Ständig streitet ihr wegen Kleinigkeiten. Paarkrise nach der Geburt.</p>
<p>In diesem Beitrag geht es darum, warum die Veränderungen, die mit der Geburt eines Kindes einhergehen, ein Paar in eine Krise stürzen können und warum ihr eure Konflikte nicht unterdrücken, sondern ihnen eine ganz besondere Beachtung schenken solltet. Paarkrise nach der Geburt.</p>
<h4>Vom rosaroten Blick aufs Elternsein ...</h4>
<p>Bevor wir Eltern werden bestimmt häufig ein Blick durch die rosarote Brille unsere Vorstellungen.  „Unverwundbarkeitsillusion“ nennt die Wissenschaftlerin Dr. Barbara Reichle das. Eine Illusion, die wir im Vorfeld der Elternschaft aufbauen, damit wir uns überhaupt trauen, eine Familie zu gründen.</p>
<p>Ich kann mich noch gut an diese Zeit erinnern. Eine Zeit voller Glück, Vorfreude und Spannung, wie mein Leben wohl ein halbes Jahr später aussehen würde. Mein Partner und ich genossen ausgiebig unsere verbliebene Zeit zu zweit, denn von allen Seiten wurde an uns herangetragen, dass ein Kind alles verändern würde. Wie genau das aussehen könnte, lag damals noch außerhalb unserer Vorstellungskraft und ausserdem waren wir uns sicher: "Bei uns wird das eh gaaaanz anders."</p>
<h4>... und dem Ankommen in der Realität</h4>
<p>Nun wissen wir, wie alle Eltern, dass das nur ein Ausschnitt der Realität ist. Hinzu kommen für viele:</p>
<ul>
<li>Dauermüdigkeit</li>
<li>Überforderung, weil wir ständig in Rufbereitschaft sind</li>
<li>ein stundenlang schreiendes Baby</li>
<li>viel zu wenig Zeit für Zweisamkeit</li>
<li>kaum eine Minute mehr für euch allein, Freunde oder Hobbys</li>
<li>Selbstzweifel, weil wir das Gefühl haben, der Elternrolle nicht gewachsen zu sein</li>
</ul>
<p>Wir sind vor allem Eltern, ein wenig Paar und kaum mehr Individuen.</p>
<p>In der Wissenschaft ist gut erforscht, dass die Veränderungen, die Kinder mit sich bringen, eine große Herausforderung für jede Partnerschaft sind (1). Laut einer LBS-Familienstudie steigen im Zeitraum vom letzten Schwangerschaftsdrittel bis drei Jahren nach der Geburt steigen Streitigkeiten bei Ersteltern an, während Zärtlichkeit und partnerschaftliche Kommunikation drastisch abfallen (2).</p>
<p>Gründe für Streitigkeiten in dieser Zeit gibt es viele: von der Aufgabenverteilung, über unterschiedliche Erziehungsvorstellungen oder unterschiedliche Ansichten bezüglich der Rolle als Vater oder Mutter. Vielleicht ist einer der Partner frustriert, weil er sich zugunsten des Kind vernachlässigt fühlt. Und das Sexleben scheint auch nie mehr so zu werden, wie es vor dem Kind war.</p>
<h4>Unsere Gefühle sind unser Wegweiser</h4>
<p>Mit den Streitigkeiten gehen Gefühle wie Angst, Frustration oder Zweifel einher. Vielleicht quälen uns Gedanken wie: "Warum schaffen wir es nicht einfach glücklich zu sein (wie alle anderen Eltern)?", "Warum verstehen wir uns nicht mehr?", "Was machen wir falsch?" oder "Ich habe Angst, dass wir uns trennen".</p>
<p>Tatsächlich ist es schwer, mit diesen Gefühlen und Gedanken umzugehen, wenn wir dem Bild der "immer glücklichen Familie" nacheifern, bei der alles funktioniert.</p>
<p>Wenn wir uns aber bewusst machen, dass sich mit der Geburt unseres Kindes wahnsinnig viel verändert hat in unserem Leben, als Individuen, aber auch als Partner, können wir vielleicht besser akzeptieren, dass die Umstellung nicht reibungslos an uns vorbeigeht.</p>
<p>Es muss vieles verhandelt und verändert werden, solange, bis es sich für alle Beteiligten wieder gut anfühlt. So gilt es beispielsweise die Aufgabenverteilung zwischen euch neu zu definieren und Grenzen neu abzustecken. Und bevor das geschehen kann, muss sich jeder von euch klar sein, was er selbst braucht, um sich mit der neuen Situation gut zu fühlen.</p>
<p>Gefühle von Wut und Frust geben euch dabei ganz wichtige Informationen - und zwar darüber, was ihr gerade am meisten braucht. Sie verraten enorm viel über eure Bedürfnisse und worüber ihr in Zukunft mit eurem Partner verhandeln müsst.</p>
<blockquote><p>Wenn Konfliktsignale von Menschen gut erkannt werden, können Sie zu Geburtshelfern der Entwicklung werden. (F. Glasl, Konfliktforscher)</p></blockquote>
<p>Wichtig ist daher nicht, dass ihr keine Konflikte oder negativen Gefühle habt, sondern dass ihr lernt,</p>
<ul>
<li>auf eure Bedürfnisse zu hören</li>
<li>diese so auszudrücken, dass euer Partner darauf reagieren kann</li>
<li>gemeinsam eine Lösung auszuhandeln, die die Bedürfnissen von euch beiden berücksichtigt.</li>
</ul>
<h4>Bleibt in Kontakt miteinander</h4>
<p>Wenn eure Beziehung momentan nicht viel mit dem von der Werbeindustrie suggerierten Familienglück gemein hat, versucht zu erforschen, welche eurer Bedürfnisse gerade nicht erfüllt sind.</p>
<p>Habt ein wenig Nachsicht mit euch und eurem Partner und nehmt es nicht persönlich, wenn ihr euch gelegentlich unter Stress mal anzickt. Ihr habt beide kaum eine Minute für euch, viel zu wenig Schlaf, zu wenig Zeit für Zweisamkeit, zu wenig Zeit für Freunde und Hobbys und seid wahrscheinlich häufig ziemlich unausgeglichen. Da kann es schon mal vorkommen, dass ihr euch im Ton vergreift - vorausgesetzt natürlich, dass das nicht zur Gewohnheit wird und ihr euch sonst mit Respekt und Wohlwollen behandelt.</p>
<p>Und achtet darauf, dass euer Gesprächsfaden nicht abreißt. Bleibt in Kontakt miteinander, versucht euch so oft wie möglich Zeit für euch beide zu nehmen, um darüber zu sprechen, wie es euch geht, was ihr euch vom anderen wünscht oder worüber ihr euch Gedanken macht. Wenn ihr in stetem Austausch und Kontakt seid, könnt ihr euch besser unterstützen und bekommt auch mehr Verständnis vom und für den anderen.</p>
<p><strong>Fußnoten:</strong></p>
<p>(1) Tillmetz, Eva: Balanceakt Familiengründung, KlettCotta 2014, S. 37.</p>
<p>(2) Fthenakis, Wassilios E.; Kalicki, Bernhard; Peitz, Gabriele: Paare werden Eltern. Die Ergebnisse der LBS-Famlienstudie, Opladen : Leske + Budrich, 2002, S. 85ff.</p>
<hr style="border: none; border-top: 0.5px solid #D8CBBE; margin: 40px 0 32px;" />
<p><strong>Wenn ihr ...</strong></p>
<ul style="margin: 16px 0 20px; padding-left: 20px; line-height: 1.9;">
<li>das Gefühl habt, dass eure Krise schon zu lange andauert und ihr nur noch streitet</li>
<li>euch vielleicht schon gegenseitig mit Worten verletzt</li>
<li>schon einiges versucht habt, aber nicht weiterkommt</li>
<li>kaum mehr vernünftige Gespräche miteinander führen könnt, ohne dass es zu Vorwürfen oder Missverständnissen kommt</li>
<li>beide oder auch einer von euch sich immer mehr zurückzieht, emotional und auch körperlich</li>
</ul>
<p>... dann kann es sinnvoll sein, eine dritte, neutrale Person dazuzuziehen. Das erste Gespräch ist unverbindlich und kostenlos.</p>
<p><a style="display: inline-block; background: #2F352F; color: #ffffff; padding: 12px 24px; border-radius: 6px; text-decoration: none; font-size: 15px;" href="https://calendly.com/schullerstefanie/kennenlerngesprach">Erstgespräch buchen</a></p>
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		<item>
		<title>Keine Minute für dich oder deine Partnerschaft?</title>
		<link>https://paarzeit.jetzt/2019/05/03/keine-minute-fuer-dich-oder-deine-partnerschaft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[schuller]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 May 2019 08:40:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.paarzeit.jetzt/?p=4248</guid>

					<description><![CDATA[<p>Zeit - Zeit für mich, als Mann oder Frau, Zeit für uns beide als Paar - wie schwierig ist es für Eltern oft, diese Zeit zu finden. Dabei sind es gerade diese Momente, die uns wieder Kraft geben für den Familienalltag. Ich habe ein paar Fragen zusammengestellt, die mir dabei helfen, immer wieder zu überprüfen, ob ich mit meiner Zeit bewusst umgehe. Vielleicht zeigen sie auch dir, dass du mehr Einflussmöglichkeiten hast, als Du denkst:</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div id="pl-4248"  class="panel-layout" ><div id="pg-4248-0"  class="panel-grid panel-no-style" ><div id="pgc-4248-0-0"  class="panel-grid-cell" ><div id="panel-4248-0-0-0" class="so-panel widget widget_sow-editor panel-first-child panel-last-child" data-index="0" ><div
			
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	<p><!-- Überarbeiteter Beitrag im Stil von Stefanie Schuller --><br />
<!-- Ton: persönlich, direkt, sympathisch – wie die anderen Beiträge auf paarzeit.jetzt --></p>
<h4>Sieben Fragen, die ich mir stelle, wenn ich glaube, zu wenig Zeit für mich oder meinen Partner zu haben</h4>
<p>Zeit für mich. Zeit für uns als Paar. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber das sind bei uns die Dinge, die als erstes wegfallen, wenn der Alltag mit Kindern mal wieder auf vollen Touren läuft.</p>
<p>Und gleichzeitig sind es genau diese Momente, die uns wieder Kraft geben. Für die Kinder, für den Haushalt, für alles, was noch auf der Liste steht.</p>
<p>Eine der Fragen, die mir Eltern am häufigsten stellen, auch in meiner Beratung, ist: Wie soll das gehen? Wie bekommt man das alles unter einen Hut?</p>
<p>Ich glaube, dass es dabei nicht nur darum geht, wie viel Zeit wir haben, sondern auch darum, wie wir mit der Zeit umgehen, die wir haben. Die folgenden sieben Fragen helfen mir dabei, das immer wieder zu überprüfen. Vielleicht zeigen sie euch, dass ihr mehr Spielraum habt, als ihr gerade denkt.</p>
<hr style="border: none; border-top: 0.5px solid #D8CBBE; margin: 32px 0;" />
<h5>1. Haben wir feste Zeiten für uns und unsere Partnerschaft eingeplant?</h5>
<p>Seit wir Eltern sind, ergibt sich das selten von selbst. Ich merke immer wieder: Zeit müssen wir uns aktiv nehmen. Deshalb trage ich mir,  wie für andere Termine auch, feste Zeiten dafür in den Kalender ein. Klingt vielleicht unromantisch. Aber es funktioniert.</p>
<h5>2. Geben wir unserer Partnerschaft dieselbe Priorität wie unseren Aufgaben und Verpflichtungen?</h5>
<p>Wir nehmen unsere Beziehung oft viel zu selbstverständlich. Dabei hat sie mindestens genauso viel Aufmerksamkeit verdient wie alles andere. Wie oft fallen unsere eigenen Bedürfnisse,  und die Bedürfnisse der Beziehung, hinten runter, weil gerade wieder irgendetwas anderes dringlicher erscheint?</p>
<h5>3. Wie wollen wir ungeplante Pausen nutzen?</h5>
<p>Die Kinder beschäftigen sich die nächsten zwanzig Minuten selbst. Was passiert dann?</p>
<ul>
<li>Schnell die Küche aufräumen?</li>
<li>Gedankenlos durch das Handy scrollen?</li>
<li>In dieser Zeit mit dem Partner kuscheln?</li>
<li>Oder einfach mal kurz mit einem Tee auf dem Balkon sitzen?</li>
</ul>
<p>Die Entscheidung, was wir mit unserer Zeit machen, liegt in jeder Sekunde bei uns. Das bewusst zu haben, lässt mich die Hausarbeit doch öfter mal liegen lassen.</p>
<h5>4. Welche Momente stärken unsere Beziehung wirklich?</h5>
<p>Gerade für Eltern mit kleinen Kindern ist ein Abend außer Haus oft mit viel Aufwand verbunden, besonders wenn die Großeltern nicht um die Ecke wohnen. Und dabei sind es oft gar nicht die großen Abende, die zählen. Kleine Zärtlichkeiten im Alltag, eine Umarmung, ein Kuss im Vorbeigehen, gemeinsam über etwas lachen – das sind manchmal die Momente, die wirklich etwas bewegen. Was braucht ihr, um gut miteinander in Kontakt zu bleiben?</p>
<h5>5. Wie nutzen wir die Zeit, die wir als Familie gemeinsam verbringen?</h5>
<p>Schaffe ich es, diese Zeit mit Freude und Spaß zu füllen? Mit Dingen, die auch mir Kraft geben? Schaffen wir es als Paar bei einem gemeinsamen Familienausflug auch kurz über uns zu sprechen? Nicht als Eltern, sondern als zwei Menschen, die sich gewählt haben?</p>
<h5>6. Bestimme ich meine Zeit gerade wirklich selbst – oder werde ich von den Erwartungen anderer gesteuert?</h5>
<p>Kann ich „Nein" sagen, wenn mich eine Bitte oder ein Auftrag überfordert? Kann ich Grenzen setzen, wenn ich das Gefühl habe, dass andere mit meiner Zeit sorglos umgehen? Wer keine Grenzen setzt, hat am Ende keine Zeit mehr für das, was ihm wirklich wichtig ist.</p>
<h5>7. Kann ich aufhören, wenn etwas gut genug ist?</h5>
<p>Oder überlasse ich meine Zeit dem Perfektionismus? Es hilft mir, vorher einen klaren Zeitrahmen festzulegen und dann dabei zu bleiben. Gut genug ist oft mehr als genug.</p>
<hr style="border: none; border-top: 0.5px solid #D8CBBE; margin: 40px 0 32px;" />
<p>Wenn ihr merkt, dass die Zeit füreinander schon so lange fehlt, dass ihr euch als Paar kaum noch wahrnehmt, dann ist das oft mehr als nur ein Zeitproblem.</p>
<p>Ich begleite euch dabei, wieder zueinander zu finden. Das erste Gespräch ist unverbindlich und kostenlos.</p>
<p><a style="display: inline-block; background: #2F352F; color: #ffffff; padding: 12px 24px; border-radius: 6px; text-decoration: none; font-size: 15px;" href="https://calendly.com/schullerstefanie/kennenlerngesprach">Erstgespräch buchen</a></p>
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		<item>
		<title>Ein Raum für mich</title>
		<link>https://paarzeit.jetzt/2019/03/01/zeit-fuer-mich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[schuller]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Mar 2019 10:32:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Seit unsere Kinder da sind, habe ich keine Zeit mehr für mich&#8220; &#8211; Diesen Gedanken hatten wahrscheinlich alle Eltern schon einmal. Im Familienalltag ist es eine Herausforderung, Zeit für sich und seine Bedürfnisse zu finden. Das liegt nicht nur am Zeitmangel und an der Fülle an Aufgaben, die unseren Alltag bestimmen. Es sind auch die <a href="https://paarzeit.jetzt/2019/03/01/zeit-fuer-mich/" class="read-more inline">Read More</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://paarzeit.jetzt/2019/03/01/zeit-fuer-mich/">Ein Raum für mich</a> erschien zuerst auf <a href="https://paarzeit.jetzt"></a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Seit unsere Kinder da sind, habe ich keine Zeit mehr für mich&#8220; &#8211; Diesen Gedanken hatten wahrscheinlich alle Eltern schon einmal.</p>
<p><span id="more-3685"></span></p>
<p>Im Familienalltag ist es eine Herausforderung, Zeit für sich und seine Bedürfnisse zu finden. Das liegt nicht nur am Zeitmangel und an der Fülle an Aufgaben, die unseren Alltag bestimmen. Es sind auch die Ansprüche, die wir als Eltern an uns haben. Wir wollen die perfekte Mutter, der perfekte Vater sein. Gleichzeitig wünschen wir uns Kind und Karriere perfekt unter einen Hut zu bringen. Und vor lauter Stress fehlt uns die Muße, darüber nachzudenken, was wir brauchen, um Kraft für unsere täglichen Aufgaben zu schöpfen.</p>
<p>Auch ich habe die Erfahrung gemacht, und musste lernen, hier an verschiedenen Stellen umzudenken. Ein entscheidender Punkt dabei ist, dass wir uns immer wieder bewusst machen, wie wichtig diese &#8222;Zeit für euch selbst&#8220; auch für euch als Familie ist.</p>
<p>Gerade habe ich dazu einen schönen Impuls aus dem Buch <a href="https://www.lovelybooks.de/autor/Brigitte-Lämmle/FamilienBande-985136517-w/"><strong>„Familienbande“</strong> </a>der Familientherapeutin Brigitte Lämmle und der Soziologin Gabriele Wünsch bekommen.</p>
<h4>Das Familienhaus</h4>
<p>Die beiden stellen im ersten Teil des Buchs das Modell des Familienhauses vor. Gleich im ersten Kapitel werden die zwei Dachgeschoßzimmer präsentiert. Eins auf der linken Seite für sie, also die Partnerin und Mutter und eins auf der rechten Seite für ihn, Partner und Papa. In diesen Einzelzimmern beginnt die Geschichte jeder Beziehung.</p>
<p>In jedem dieser beiden Zimmer befinden sich viele wichtige Erinnerungen, zum Beispiel <span style="font-size: 15px;">Erfahrungen mit Eltern und Geschwistern. </span><span style="font-size: 15px;">Erinnerungen an die Schule und erste Freundschaften, erste Verliebtheitsgefühle</span><span style="font-size: 15px;">, </span><span style="font-size: 15px;">Enttäuschungen, &#8230;</span></p>
<p>Unser Dachgeschosszimmer ist der Ort, an dem wir ungestört träumen und Kraft tanken, wenn um uns rum alles im Chaos versinkt. Es ist unser Rückzugsort, der uns Sicherheit gibt und in dem wir die empfangen können, die uns gut tun.</p>
<p>Dieser Raum, unser „inneres Zuhause“, ist nie fertig eingerichtet. Im Laufe unseres Lebens ist es unsere Aufgabe es mit verschiedensten Erfahrungen zu schmücken. Es immer mehr zu &#8222;unserem&#8220; zu machen &#8211; und uns dadurch immer klarer zu werden, wer wir eigentlich sind.</p>
<h4>Wenn wir nicht achtgeben, verstaubt unser Dachzimmer</h4>
<p>Sehr häufig wird dieses Zimmer mit Beginn einer Partnerschaft oder spätestens der Familiengründung vernachlässigt.</p>
<p>Vielleicht geben wir einst geliebte Hobbys auf, um auf unseren Partner Rücksicht zu nehmen: er hat leider keine Lust, jedes Wochenende mit uns in die Berge oder ins Fußballstadion zu gehen. Oder wir verbringen einfach am liebsten Zeit mit unserer Familie und wissen gar nicht, was wir alleine in unserem Zimmer machen sollten. Oder wir treffen einige unsere Freunde nicht mehr, weil unser Partner sie nicht so sympathisch findet und traurig guckt, wenn wir alleine gehen. Vielleicht verzichten wir auch auf unsere morgendliche Yoga-Routine, weil es einfach nicht mehr in unseren Familienalltag passt.</p>
<p>Dadurch, dass wir die, die wir lieben, nicht verletzen oder enttäuschen wollen, stellen wir unser Zimmer, also das, was uns ausmacht, hinten an. Und wenn wir uns doch darum kümmern, kämpfen wir häufig mit unseren eigenen Schuldgefühlen oder Vorwürfen aus unserem Umfeld. Wir haben schließlich eine Verantwortung für unsere Familie!</p>
<h4>Unseren  Raum zu pflegen, gibt uns Kraft für unsere Familie</h4>
<p>Doch wir sollten uns bewusst machen, dass man im Leben immer versucht, seine Gefühlsbilanz im Gleichgewicht zu halten. Das heißt, es kann passieren, dass wir die Befriedigung, die wir aus unserem exotischen Hobby gezogen haben oder die Bestätigung und den Spaß, die wir von unserer Sportmannschaft bekommen haben, aus einer anderen Quelle suchen. Und da unser Fokus auf unserer Familie und unserem Partner liegt, fangen wir dann auch an Erwartungen und Forderungen an die Partnerschaft oder irgendwann auch auf das Kind zu richten.</p>
<p>Ist dagegen unser Zimmer voll an Eindrücken, neuen Erfahrungen, Wissen um uns selbst und was uns gut tut, dann können wir viel mehr auch an unsere Familie weitergeben. Zudem sind wir in dem, wie wir mit uns selbst umgehen, immer auch ein <span style="font-size: 15px;">Vorbild für unsere Kinder: Dadurch, dass wir für uns sorgen können, werden sie das auch für sich selbst lernen.</span></p>
<p>Daher denke ich: Das größte Geschenk, dass wir unserer Familie machen können, ist, uns unser Dachzimmer ganz gemütlich und heimelig einzurichten und regelmäßig Zeit dort zu verbringen.</p>
<h4>Wie sieht Dein Dachgeschosszimmer gerade aus?</h4>
<p>Wann hast Du Dir das letzte Mal Zeit für Dein Dachgeschosszimmer genommen? Musst Du vielleicht mal abstauben oder brauchst Du einen Neuanstrich? Hast Du Lust, ein paar neue Möbel und Wohnaccessoires besorgen?</p>
<hr />
<p><a href="https://paarzeit.stefanie-schuller.de/2019/05/03/keine-minute-fuer-dich-oder-deine-partnerschaft/">7 Fragen, die ich mir stelle, wenn ich glaube, keine Zeit für mich zu haben</a></p>
<hr style="border: none; border-top: 0.5px solid #D8CBBE; margin: 40px 0 32px;" />
Wenn ihr merkt, dass eure Zimmer schon eine Weile verstaubt sind, und dass das auch eure Beziehung belastet, dann kann es gut sein, das gemeinsam anzugehen.</p>
<p>Ich begleite euch dabei. Das erste Gespräch ist unverbindlich und kostenlos.</p>
<p><a style="display: inline-block; background: #2F352F; color: #ffffff; padding: 12px 24px; border-radius: 6px; text-decoration: none; font-size: 15px;" href="https://calendly.com/schullerstefanie/kennenlerngesprach">Erstgespräch buchen</a></p>
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		<item>
		<title>Ist ein Paarcoaching sinnvoll für uns?</title>
		<link>https://paarzeit.jetzt/2019/01/07/ist-ein-paarcoaching-sinnvoll-fuer-uns/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[schuller]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Jan 2019 13:53:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Paarcoaching]]></category>
		<category><![CDATA[Partnerschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.paarzeit.jetzt/?p=3867</guid>

					<description><![CDATA[<p>"Ist ein Paarcoaching sinnvoll für uns?" - Diese Frage wird mir häufig gestellt. In diesem Beitrag möchte ich sie gerne beantworten. Ihr erfahrt außerdem, wie ein Paarcoaching abläuft und was ihr daraus für euch und eure Beziehung gewinnen könnt. Paarkonflikte steigen nach dem Übergang zur Elternschaft an Typischerweise fängt es häufig bei Paaren in Umbruchsphasen <a href="https://paarzeit.jetzt/2019/01/07/ist-ein-paarcoaching-sinnvoll-fuer-uns/" class="read-more inline">Read More</a></p>
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	<p>"Ist ein Paarcoaching sinnvoll für uns?" - Diese Frage wird mir häufig gestellt. In diesem Beitrag möchte ich sie gerne beantworten. Ihr erfahrt außerdem, wie ein Paarcoaching abläuft und was ihr daraus für euch und eure Beziehung gewinnen könnt.</p>
<p></p></div></div></div></div></div></div><p> <a href="https://paarzeit.jetzt/2019/01/07/ist-ein-paarcoaching-sinnvoll-fuer-uns/#more-3867" class="more-link">Weiterlesen</a></p><p>Der Beitrag <a href="https://paarzeit.jetzt/2019/01/07/ist-ein-paarcoaching-sinnvoll-fuer-uns/">Ist ein Paarcoaching sinnvoll für uns?</a> erschien zuerst auf <a href="https://paarzeit.jetzt"></a>.</p>
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		<item>
		<title>Richtig zuhören: Schenkt euch euer Ohr</title>
		<link>https://paarzeit.jetzt/2018/10/19/richtig-zuhoeren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[schuller]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Oct 2018 19:34:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Zuhören]]></category>
		<category><![CDATA[Zwiegespräch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gerade in Phasen, in denen sich eine Partnerschaft verändert, wie beispielsweise nach der Geburt eines Kindes, ist es wichtig, sich gegenseitig richtig zuzuhören. "Richtig zuhören" ist aber gar nicht so einfach. Gerade in Veränderungssituationen müssen wir in ständigem Austausch bleiben Um eine erfüllende Beziehung führen zu können, ist es unheimlich wichtig, dass wir in ständigem <a href="https://paarzeit.jetzt/2018/10/19/richtig-zuhoeren/" class="read-more inline">Read More</a></p>
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	<p>Gerade in Phasen, in denen sich eine Partnerschaft verändert, wie beispielsweise nach der Geburt eines Kindes, ist es wichtig, sich gegenseitig richtig zuzuhören. "Richtig zuhören" ist aber gar nicht so einfach.</p>
<h3>Gerade in Veränderungssituationen müssen wir in ständigem Austausch bleiben</h3>
<p>Um eine erfüllende Beziehung führen zu können, ist es unheimlich wichtig, dass wir in ständigem Austausch miteinander sind. Nur so schaffen wir es, Krisen zu bewältigen und unseren gemeinsamen Alltag glücklich zu gestalten. Gerade in Situationen, in denen sich vieles verändert, wie zum Beispiel nach der Geburt eines Kindes, verändern wir uns auch als Menschen. Unsere Bedürfnisse und Erwartungen sind andere als zuvor und es beschäftigen uns plötzlich ganz neue Dinge. Vielleicht verschieben sich auch einige unserer Werte.</p>
<p>Um in dieser Situation mit unserem Partner in Kontakt zu bleiben, uns nicht fremd zu werden, Missverständnisse zu vermeiden und uns gegenseitig unterstützen zu können, ist es wichtig, dass wir einander gut zuhören.</p>
<h3>Einfach zuhören ist gar nicht so einfach</h3>
<p>Wie oft passiert es uns, dass wir zwar meinen, zuzuhören, aber eigentlich sind wir mit unseren Gedanken ganz woanders: wir überlegen uns vielleicht einen Ratschlag oder haben eigene Geschichten oder Gedanken, die unserer Ansicht nach genau dazu passen würden. Der <a href="https://www.deutschlandfunkkultur.de/philosophie-der-kommunikation-zuhoeren-ist-der.2162.de.html?dram:article_id=391788">Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen</a> nennt das „egozentrisches Zuhören". Gleichzeitig selektieren wir aus dem Gehörten nur das aus, was wir für nützlich oder interessant halten oder was in unser Weltbild passt.</p>
<p>Wenn wir wirklich zuhören würden, würden wir ziemlich schnell merken, dass unser Gegenüber etwas anderes im Sinn hat. Dann würden wir nicht überlegen, wie wir den anderen von unserer Sicht auf die Welt überzeugen können, sondern fragen: in welcher Welt macht das Sinn, was der andere mir sagt?</p>
<p>Das erfordert von uns als Zuhörer eine ganz andere innere Haltung: dass wir unseren Gesprächspartner wirklich akzeptieren und wertschätzen. Aufrichtiges Interesse an seiner Wahrnehmungswelt. Die Bereitschaft, sich in seine Lage hineinzuversetzen und mitzufühlen. Und natürlich, ihn ungestört ausreden zu lassen. Wenn wir wirklich zuhören, verlieren wir für diesen Moment unsere eigene Agenda aus den Augen – und haben dadurch die Möglichkeit, den anderen wirklich zu verstehen.</p>
<p>Interessanterweise kennen wir alle aus eigener Erfahrung das Bedürfnis, einfach nur ungestört erzählen zu können, was uns bewegt. Und trotzdem fällt es uns so schwer, dieses Bedürfnis als gute Zuhörer zu erfüllen.</p>
<h3>Richtig zuhören üben im Zwiegespräch</h3>
<p>Eine wirkungsvolle Methode, um dieses „empathische Zuhören" zu üben, ist das <a href="https://paarzeit.jetzt/2019/07/18/zwiegespraech-elternversion/">Zwiegespräch</a>, das von der Paartherapeutin Celia Fatia und Michael Lukas Moeller entwickelt wurde.</p>
<p>Jedes Mal, wenn ich mit meinem Partner dieses Gespräch führe, wird mir wieder bewusst, wie wichtig dieser Austausch ist. Noch mehr seit wir Eltern sind und die Zeit dafür eher knapp ist. So viele wichtige Informationen darüber, was meinen Partner bewegt, würden einfach hinter den Gesprächen über die Organisation des Familienalltags runterfallen. Deshalb ist diese Methode für mich unheimlich wirkungsvoll und wichtig.</p>
<h3>Was ihr heute schon ausprobieren könnt</h3>
<p>Ihr müsst nicht gleich mit dem Zwiegespräch anfangen. Manchmal reichen kleine Veränderungen, um zu merken, wie anders sich ein Gespräch anfühlen kann:</p>
<ul style="line-height: 1.9;">
<li><strong>Handy weglegen.</strong> Wirklich. Auch wenn der andere spricht und ihr eigentlich „nur kurz schaut".</li>
<li><strong>Nicht sofort antworten.</strong> Lasst einen Moment verstreichen, bevor ihr reagiert. Oft sagt der andere noch etwas Wichtiges, wenn er merkt, dass ihr wirklich zuhört.</li>
<li><strong>Nachfragen statt interpretieren.</strong> Statt „ich weiß schon, was du meinst" lieber: „Was meinst du genau damit?" Das klingt simpel und verändert trotzdem erstaunlich viel.</li>
<li><strong>Wiederholen, was ihr gehört habt.</strong> „Hab ich das richtig verstanden, dass...?" zeigt eurem Partner, dass ihr wirklich dabei seid und räumt Missverständnisse aus, bevor sie zum Streit werden.</li>
<li><strong>Einen festen Gesprächstermin vereinbaren.</strong> Nicht für Organisationsthemen, sondern für das, was euch wirklich bewegt. Einmal pro Woche, zwanzig Minuten. Das klingt wenig und ist mehr, als die meisten Elternpaare sich gerade gönnen.</li>
</ul>
<p>Zuhören ist eine Form der Kommunikation, die genauso wertvoll ist wie das Sprechen. Vielleicht habt ihr Lust, euer Zuhörverhalten mal zu beobachten und einfach mit einem dieser Punkte anzufangen?</p>
<p><strong>Literaturtipp:</strong> <a href="https://books.google.de/books/about/Die_Wahrheit_beginnt_zu_zweit.html?id=knhsAgAAQBAJ">Michael Lucas Moeller: Die Wahrheit beginnt zu zweit. Das Paar im Gespräch.</a></p>
<hr style="border: none; border-top: 0.5px solid #D8CBBE; margin: 40px 0 32px;" />
<p>Wenn ihr merkt, dass die Gespräche miteinander schon länger nicht mehr so laufen, wie ihr euch das wünscht und ihr das gemeinsam verändern möchtet, meldet euch gerne.</p>
<p>Das erste Gespräch ist unverbindlich und kostenlos.</p>
<p><a style="display: inline-block; background: #2F352F; color: #ffffff; padding: 12px 24px; border-radius: 6px; text-decoration: none; font-size: 15px;" href="https://calendly.com/schullerstefanie/kennenlerngesprach">Erstgespräch buchen</a></p>
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</div></div></div></div></div><p>Der Beitrag <a href="https://paarzeit.jetzt/2018/10/19/richtig-zuhoeren/">Richtig zuhören: Schenkt euch euer Ohr</a> erschien zuerst auf <a href="https://paarzeit.jetzt"></a>.</p>
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